Was ist Wirtschaftsinformatik?

  • Ansicht des Wirtschaftswissenschaftlichen Zentrums der THB
  • Dozent mit Studierenden in einer Lehrveranstaltung (SG Wirtschaftsinformatik)

Mit der Digitalisierung der Gesellschaft kommt heutzutage kaum ein Geschäftsprozess mehr ohne IT-Unterstützung aus: E-Mails werden über E-Mail-Programme verschickt, Nachrichten auf Smartphones via Messenger-Dienste ausgetauscht, Daten auf Servern gespeichert, Warenflüsse und andere logistische Prozesse werden über Warenwirtschaftssysteme und Online Shops gesteuert, Kundendaten und -beziehungen in Customer-Relationship-Management-Systeme (CRM) verwaltet, Überweisungen werden über Online-Banking abgewickelt und Projekte mit Projekt-Managementtools dokumentiert. Eine unendliche Liste ...

Eine Reise buchen, ein Auto ausleihen, Verpackungsmaterial bestellen, die Rechnung eines Lieferanten überprüfen … Geschäftsprozesse, wohin man schaut.

Wirtschaftsinformatiker/innen bauen Informationssysteme für Menschen und nicht Programmsysteme für Computer. Kommunizieren und Analysieren kommt vor Modellieren und Programmieren.

Was macht ein/e Wirtschaftsinformatiker/in?

Wirtschaftsinformatik ist ein junges, interdisziplinäres Fachgebiet mit Verbindungen zur Informatik und der Betriebswirtschaftslehre. Das Fach gewinnt sein eigenständiges Profil durch die Kombination unterschiedlicher Kenntnisse und Fähigkeiten, die zusammen ein anspruchsvolles und in der Berufswelt stark nachgefragtes Qualifikationsprofil ergeben.

Das Berufsbild der Wirtschaftsinformatikerin bzw. des Wirtschaftsinformatikers stellt sich äußerst vielschichtig und differenziert dar. Die Absolventinnen und Absolventen arbeiten in allen Bereichen der Wirtschaft und Gesellschaft: in Industrie, Handel, Dienstleistung, Bildung und Verwaltung. Ob Management, Organisation, Vertrieb und Marketing, Entwicklung, Beratung, Schulung - Wirtschaftsinformatiker/-innen sind in den verschiedensten Unternehmensbereichen tätig. Mit den sich weiter rasch vermehrenden Einsatzgebieten der Datenverarbeitung, sind die Berufsaussichten von Wirtschaftsinformatikern nach wie vor sehr gut. Die Verdienstmöglichkeiten haben sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt.

Welche Teilgebiete umfasst die Wirtschaftsinformatik?

Wirtschaftsinformatik ist genauso wie die Betriebswirtschaftslehre ein Teilbereich der Wirtschaftswissenschaften. Die im Wirtschaftsinformatikstudium vermittelten Inhalte aus den Wirtschaftswissenschaften, der Informatik und den speziellen Inhalten der Wirtschaftsinformatik werden auch als die drei Säulen der Wirtschaftsinformatik bezeichnet.

Im Zentrum der Wirtschaftsinformatik steht nicht die isolierte Lösung einzelner technischer Probleme. Gesucht wird eine Lösung auf Basis des Zusammenwirkens von Prozess, Organisation und ihren Anwendern. Daher erlernen die Wirtschaftsinformatiker/-innen während des Wirtschaftsinformatikstudiums an der THB betriebliche Prozesse und Software-Systeme zu verstehen, zu gestalten und zu optimieren. Dazu sind gutes betriebswirtschaftliches und grundlegendes volkswirtschaftliches Wissen, die Kenntnis technischer Konzepte insbesondere der Informatik, wissenschaftliche Grundlagen, sowie "Soft Skills" wichtige Voraussetzungen.

Das eigens an der THB konzipierte Wirtschaftsinformatikstudium bietet Vertiefungsmöglichkeiten, die sich an aktuellen Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft orientieren. Dazu zählt unter anderem das Themenspektrum Unternehmens- und Datensicherheit, dass sich im Schwerpunkt "Security Management" wieder findet.

Absolventinnen und Absolventen des Bachelor-Studiengangs, die sich intensiver mit dem Bereich Unternehmens- und Datensicherheit beschäftigen möchten, können dies entweder direkt im Anschluss im Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik mit dem Schwerpunkt "Security Management" oder mit entsprechender beruflicher Praxis im Deutschland-weit einzigartigen Masterstudiengang Security Management tun.

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