Projekt "Kooperation Fraunhofer"

Lernlabor Cybersecurity: Sichere Softwareentwicklung

Großer Bedarf, IT-Systeme abzusichern
Laut dem letzten Lagebericht des BKA, veröffentlicht am 27. September 2018, wurden im Jahr 2017 in Deutschland 85.960 Fälle von Cybercrime im engeren Sinne registriert. Dies entspricht einer Zunahme gegenüber dem Jahr 2016 von 4%. Allerdings werden längst nicht alle Fälle von Cyberkriminalität erfasst. Laut einer Umfrage der BITKOM von 1.017 Internetnutzern ab 14 Jahren aus dem Jahr 2017, erstattet nur jeder sechste Betroffene Anzeige.

Im Lagebericht des BSI zur IT-Sicherheit in Deutschland 2018 wird ausführlich ein Cyber-Angriff auf das Safety-System einer Industrieanlage im Nahen Osten beschrieben. Nach Analyse des Vorfalls wurde vom BSI eine Cyber-Sicherheitswarnung an die Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) versandt. Zudem weist das BSI auf die zunehmenden Angriffsmöglichkeiten durch IoT-Geräte hin.

Offensichtlich besteht ein großer Bedarf, IT-Systeme abzusichern. Allerdings sind die Angriffsmöglichkeiten einer IT-Infrastruktur vielfältig und entsprechend vielfältig sind auch die notwendigen Verteidigungsstrategien. Eine wichtige Maßnahme dabei ist die Härtung von Software gegenüber Cyberangriffen.

Projekt zur sicheren Softwareentwicklung
Das BMBF fördert einen Laborverbund, bestehend aus Fraunhofer-Instituten und ausgewählten Hochschulen, zu dem übergeordneten Thema "Weiterbildung IT-Sicherheit", welches in weitere Unterthemen heruntergebrochen wird. Das Ziel des BMBF-Projektes ist die praxisnahe Aufarbeitung und Vermittlung von Wissen zum Thema Sicherheit, um dieses Wissen in die Unternehmen, insbesondere regional angesiedelte KMUs, zu tragen. Im Rahmen dieses Projektes, bildet die THB, zusammen mit dem Fraunhofer Institut für offene Kommunikationssysteme (FOKUS) mit Sitz in Berlin und der HTW Berlin ein Konsortium. Aufgabe dieser Zusammenarbeit ist die Konzeption, Entwicklung und Weiterentwicklung von Schulungen zum Thema "Qualität softwarebasierter Systeme".

Die THB ist dabei für die Entwicklung von Schulungen zum Thema "Sichere Softwareentwicklung" zuständig. Hierfür wurden drei Schulungen mit unterschiedlichem inhaltlichen Fokus konzipiert:
•    Sichere Softwareentwicklung Basic, Zielgruppe sind Entwicklungsleiter und Projektmanager;
•    Sichere Softwareentwicklung Advanced, Zielgruppe sind Software-Entwickler;
•    Sichere Softwareentwicklung und DevOps, Zielgruppe sind Softwareentwickler und DevOps Engineers.

Derzeit sind zwei akademische Mitarbeiter am Projekt beteiligt: Manuel Raddatz (M.Sc) und Maximillian Orlowski (B.Sc). Der Projektleiter seitens der THB ist Prof. Dr. Winfried Pfister, die Projektleiter seitens des Fraunhofer Instituts sind Prof. Dr. Manfred Hauswirth und Holger Schlösser. Zudem wird das THB-Projektteam aktiv von Herrn Dietmar Hausmann (Leiter Technischer Labordienst der THB) und Herrn Thomas Jacob (Technischer Labordienst) unterstützt.

Das Projekt läuft noch bis mindestens 31.12.2020.

 

 

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